Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser erkennen dank Diamant

Die Diamanten mit Stickstoff-Fehlstellen ermöglichen eine bessere Bildqualität bei der Untersuchung von Kardiovaskulären Krankheiten.
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Die Diamanten mit Stickstoff-Fehlstellen ermöglichen eine bessere Bildqualität bei der Untersuchung von Kardiovaskulären Krankheiten.

Kardiovaskuläre Krankheiten sind die häufigste Todesursache weltweit. Daher ist es notwendig, personalisierte Medizinlösungen zu erarbeiten, um Patienten größere Heilungschancen zu ermöglichen. Dafür muss der Stoffwechselprozess des Herzgewebes auf einem molekularen Level verstanden und beobachtet werden. Mit bisherigen Methoden ist dies nicht in hoher Auflösung möglich, außerdem müssen radioaktive Stoffe eingesetzt werden. Die Quantentechnologie bietet nun neue Ansätze: Im Projekt wird ein neuartiger Diamant-Polarisator entwickelt, der bei Raumtemperatur eine 160-fach höhere Effizienz sowie eine 40-fach schnellere und 4-fach billigere Polarisation ermöglicht als bisher. Damit wird die Quantentechnologie für Menschen nutzbar gemacht.

Projekttitel MetaboliQs - Leveraging unparalleled room temperature quantum coherence to enable safe, first-of-its-kind, multimodal cardiac imaging
Laufzeit 2019 – 2021
Projektleiter Dr. Christoph Nebel
Projektkoordinator Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF
Fördermittelgeber EU - FET Flagship on Quantum Technologies
Kooperationspartner
  • NVision Imaging Technologies GmbH (NVIS), Deutschland
  • Technical University of Munich TU, Deutschland
  • Swiss Federal Institute of Technology (ETH, Schweiz
  • Bruker BioSpin GmbH (BBS, Deutschland
  • Element Six (UK) Limited (E6), Großbritannien
  • The Hebrew University of Jerusalem (HUJI), Israel

 

Ziele
  • Entwicklung und Herstellung von Nanodiamanten mit Stickstoff-Fehlstellen-Zentren für eine schnellere und verbesserte Hyperpolarisation.
  • Entwicklung eines diamantbasierten Polarisators für präklinische Experimente im Bereich kardiovaskuläre Krankheiten.

Weiterführende Informationen

 

Pressemitteilung

Mithilfe der Quantentechnologie soll Tumorgewebe genauer und schneller lokalisiert werden.