Das KQCBW wurde 2020 gegründet. Innerhalb des Kompetenzzentrums wurde der erste IBM-Quantencomputer auf deutschem Boden installiert und Industrieunternehmen, KMUs, Startups sowie akademischen Einrichtungen für den anwendungsbezogenen Einsatz zur Verfügung gestellt. Dabei wurde Pionierarbeit in der Erschließung des Quantencomputings geleistet und Schlüsselkompetenzen an den beiden Instituten Fraunhofer IAF und Fraunhofer IAO aufgebaut.
Im Zeitraum 2020 bis März 2024 hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mit insgesamt 40 Millionen Euro den Aufbau des KQCBW und die vom Kompetenzzentrum koordinierten Verbundprojekte unterstützt. Die Weiterentwicklung und Fortführung des KQCBW wird vom Ministerium im Zeitraum von 2024 bis 2028 mit rund 20 Millionen Euro gefördert.
Seit seiner Gründung hat sich das Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg zu einem der leistungsstärksten Quantencomputing-Ökosysteme Deutschlands entwickelt. Über die Projektphasen hinweg hat das KQCBW sechs Fraunhofer-Institute, 17 weitere Universitäts-, Hochschul- und außeruniversitäre Institute des Landes sowie rund 60 assoziierte Unternehmenspartner zusammengebracht und vernetzt. Gemeinsam wurde eine einzigartige Infrastruktur und Expertise im Bereich des angewandten Quantencomputings aufgebaut. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des KQCBW haben in verschiedenen Anwendungsfeldern maßgebliche Fortschritte erzielt: von der Quantensimulation in den Material- und Naturwissenschaften über Anforderungen an leistungsfähige und zuverlässige Hardware-Umgebungen hin zur Programmierung von Quantenalgorithmen für den industriellen Bedarf. Darüber hinaus wurde im Rahmen des KQCBW ein Quantencomputing-Schulungsprogramm gemeinsam von Fraunhofer IAO und Fraunhofer IAF aufgebaut.
Das Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg trägt aktiv zu den Zielsetzungen der Landesinitiative QuantumBW bei und treibt die Quantencomputing-Roadmap des Landes voran.