»Als Professor freue ich mich besonders auf die Interaktion mit den Studierenden.«

Prof. Dr. Rüdiger Quay, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer IAF, spricht über seine neuen Aufgaben als Professor für energieeffiziente Hochfrequenzelektronik am Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) der Universität Freiburg.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer Aufgabe als Professor besonders?

Als Professor freue ich mich besonders auf die Interaktion mit den Studierenden. Das ist toll: Junge, motivierte Menschen, die sich für neue Themen interessieren, und die ich hoffentlich auch motivieren kann, neue Dinge zu machen. Auch Dinge, die sie noch nie gelernt haben und die wir auch gemeinsam entwickeln können.

Rüdiger Quay tritt die Namensprofessur an, die das Ehepaar Gerda und Fritz Ruf mit ihrer Stiftung finanziert.
© Sandra Meyndt
Rüdiger Quay tritt die Namensprofessur an, die das Ehepaar Gerda und Fritz Ruf mit ihrer Stiftung finanziert.
Ein Wissenschaftler erklärt einen Waferaufbau zwei Studenten im Labor.
© Fraunhofer IAF
Studierende und Promovierende profitieren von der engen Kooperation zwischen Fraunhofer IAF, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und INATECH.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte Ihrer Professur?

Das ist die Energieeffizienz von Hochfrequenzsystemen. Eigentlich von der ganzen Digitaltechnik, die uns ja täglich begleitet: Im Handy, im Computer, im Tablet. Gleichzeitig geht es um etwas ganz Neues: Die Materialien dazu, die wir nachhaltig bereitstellen wollen. Wo wir lernen müssen, dass Elektroschrott eben eine Ressource ist, die uns nachhaltig begleiten wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren.

Was bringt diese Kooperation zwischen der Universität Freiburg, dem INATECH und Fraunhofer IAF?

Es bringt unglaublich viel Austausch und 1 + 1 ist da definitiv mehr als 2. Wir haben tolle technische Möglichkeiten am Fraunhofer-Institut: Reinräume, Labore, die die Uni vielleicht sonst nicht bezahlen könnte. Auf der anderen Seite haben wir an der Universität sehr tolle Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen. Das freut mich besonders! Ich bin da sehr gespannt, wie wir das zusammenbringen können. Da lassen sich tolle Projekte umsetzen, die wir so vielleicht bei Fraunhofer nicht machen würden.

Was sind die Vorteile für die Studierenden und Doktoranden?

Ich denke, der große Vorteil ist, dass wir in der Lage sind ganz neue und ganz aktuelle Themen auch immer wieder in die Lehre einzubringen. Wir können Masterarbeiten und Promotionen formulieren. Wir können andererseits für das Fraunhofer-Institut Themen entwickeln, die über den 3-Jahres-Horizont hinausgehen. Wir können ganz neue Sachen machen: Zum Beispiel kann das Modellsystem Elektroschrott helfen, ganz neue Disziplinen zu formen, zwischen Volkswirtschaft und den Ingenieurswissenschaften.

Was macht für Sie einen guten Professor aus?

Das ist eine spannende Frage. Ich denke da an Menschen, die ich kennengelernt habe, die ich im Studium gar nicht so sympathisch fand, aber an die ich mich heute noch erinnere. Das sind Menschen, die sehr weit nach vorne gedacht haben, uns motivieren konnten und Sachen beigebracht haben, die uns in dem Augenblick vielleicht gar nicht so gepasst haben. Da gibt es ein oder zwei, bei denen ich sagen würde: Die haben tolle Pädagogik gemacht und da habe ich heute noch etwas davon. Wenn ich so etwas machen kann, freue ich mich.

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Mit dem Ziel, die Entwicklung innovativer Technologien im Bereich elektrischer Energien an der Universität voranzubringen, wurde Prof. Dr. Rüdiger Quay auf die Namensprofessur für energieeffiziente Hochfrequenzelektronik am Institut für Nachhaltige Technische Systeme (INATECH) berufen. Ermöglicht wird die Professur durch die Fritz Hüttinger Stiftung sowie die Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF.

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Berufung zur »Fritz-Hüttinger-Professur für Energieeffiziente Hochfrequenzelektronik«

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