EIVE - Hochleistungs-Kommunikationsstrecke für Satelliten im E-Band

Durch den Einsatz von leistungsstarken Hochfrequenzschaltungen basierend auf innovativen III/V-Halbleitertechnologien kann die Datenrate zukünftiger Funkstrecken wesentlich erhöht werden.
© Fraunhofer IAF
Durch den Einsatz von leistungsstarken Hochfrequenzschaltungen basierend auf innovativen III/V-Halbleitertechnologien kann die Datenrate zukünftiger Funkstrecken wesentlich erhöht werden.

Zur Erschließung neuer Frequenzbereiche für die breitbandige Satellitenkommunikation sowie zur Sicherstellung des stetig wachsenden Bedarfs an Datenraten soll im Projekt »EIVE« die weltweit erste In-Orbit-Verifikation einer Kommunikationsstrecke im E-Band demonstriert werden. Dabei kommen zwei besonders leistungsfähige Sende- und Empfangstechnologien des Fraunhofer IAF, unter anderem mit GaN-Solid-State-Power-Amplifiern (SSPA) und rauscharmen mHEMT-Empfangsverstärkern (LNA), zum Einsatz.

Die In-Orbit-Verifikation umfasst den Start eines Nanosatelliten mit 6 CubeSat-Einheiten, den Betrieb der Bodenstation und des Satelliten durch ein Kontrollzentrum sowie die Untersuchung der Übertragungsqualität verschiedener Modulationsformate und variabler Baudraten in Abhängigkeit der Wetterbedingungen.

PROJEKTTITEL

EIVE − Exploratory In-Orbit Verification of an E/W-Band Satellite Communication Link

 

LAUFZEIT

2019 – 2021

FÖRDERMITTELGEBER

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

KOORDINATOR

Universität Stuttgart

ZIELE

  • Entwicklung, Test und Betrieb einer E-Band Kommunikationsstrecke vom Nanosatelliten zur Bodenstation
  • Einsatz moderner MMIC-Technologien für rauscharme Empfänger (mHEMT) und leistungsfähige SSPA Sender (GaN)
  • Nachweis der Machbarkeit eines Daten-Downlinks mit Multi-Gigabit Datenraten innerhalb einer Nutzbandbreite von 5 GHz im Frequenzbereich 71-76 GHz
  • Aufbau und Betrieb einer Bodenstation mit Antennennachführung für den breitbandigen Datenempfang im E-Band
  • Untersuchung der Übertragungsqualität verschiedener Modulationsformate und variabler Baudraten in Abhängigkeit der Wetterbedingungen bzw. der atmosphärischen Dämpfung
  • Entwicklung der Signalverarbeitungsmethoden und Umgebungsmodelle