Forschungsprojekt AQUARIUS: Wasserqualität in Echtzeit prüfen

OMV Water Treatment Plant in Schönkirchen, Österreich.
© Foto OMV

OMV-Wasseraufbereitungsanlage in Schönkirchen, Österreich.

Gruppenfoto vom Kick-Off Meeting bei der OMV in Wien.
© Foto AQUARIUS

Gruppenfoto vom Kick-Off-Meeting bei der OMV in Wien.

Die Wasserqualität über Sensoren aus abstimmbaren Quantenkaskadenlasern kontinuierlich zu kontrollieren: Dies ist das Ziel des EU-Forschungsprojekts AQUARIUS, das Anfang 2017 vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF und weiteren Forschungsinstituten sowie Industriepartnern gestartet wurde. Das Projektteam, geleitet von der österreichischen Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft, entwickelt hierfür in den nächsten drei Jahren neuartige Analysesysteme für den Echtzeit-Nachweis von Verunreinigungen in Wasser.

Wasser ist eine bedeutende Ressource für das Leben, die Umwelt und die Wirtschaft auf dem Blauen Planeten. Industrielle Produktionsprozesse, die globale Bevölkerungszunahme und die wachsende Verstädterung sind nur einige der Ursachen für Wasserverunreinigungen. Für die Qualitätskontrolle und Reinigung unterschiedlicher Wassersysteme stellen diese Verschmutzungen eine große Herausforderung dar. Eine nachhaltige Wasserversorgung erfordert neuartige Überwachungstechnologien für verschiedene Wasserarten wie Prozess- und Abwasser. Diese Technologien sollen eine kontinuierliche Überwachung im laufenden Prozess (Online- und Inline-Analyse)  ermöglichen, wodurch die zeitraubende manuelle Probenentnahme für laborbasierte »Offline«-Wasseranalysen entfällt.

Die AQUARIUS-Projektpartner streben die Entwicklung einer neuen Generation photonischer Sensorlösungen für die fortlaufende Kontrolle von Wasserströmen an. Im Einzelnen geht es um die Realisierung eines leistungsstarken Onlinesystems, bei dem über eine automatisiert entnommene Probe analysiert wird, sowie eines kompakten und kostengünstigen Inline-Systems, das direkt im Wasser analysiert. So soll im AQUARIUS-Forschungsprojekt eine innovative, wettbewerbsfähige und ökologisch überzeugende Lösung entstehen – im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen für die industrielle Abwasserkontrolle.

Das AQUARIUS-Konsortium setzt sich aus Partnern der Industrie, Forschungsinstituten, forschungsorientierten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie einer Universität zusammen. Insgesamt wirken acht Partner aus fünf verschiedenen europäischen Ländern am Projekt mit: die Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft mbH, die QuantaRed Technologies GmbH, das Fraunhofer IAF, das Fraunhofer  IPMS, die OMV Exploration & Production GmbH, die VIGO System S.A., das Interuniversitair Micro-electronicacentrum IMEC VZW, die Technische Universität Wien und die KWR Water B.V.

Die Hauptziele des AQUARIUS Projekts:

  • Verbesserung von Quantenkaskadenlasern in Bezug auf spektrale Abdeckung und Rauschverhalten
  • Realisierung eines voll funktionsfähigen Spektrometers bestehend aus einem durchstimmbaren Lasermodul und einem schnellen Detektor zur Datenerfassung
  • Weiterentwicklung des Öl-in-Wasser-Monitoring von Offline- zu Online-Systemen
  • Test des Online-Öl-in-Wasser-Systems mit industriellen Endverbrauchern
  • Realisierung von integrierten optischen Schaltungen (IOCs) für wellenleiterbasierte inline-fähige Sensorik
  • Aufbau und Test des Inline-Öl-in-Wasser-Systems in Laborumgebung

 

Weitere Informationen finden Sie in unter:

The project leading to this application has received funding from the European Union under grant agreement No 731465. This project is an initiative of the Photonics Public Private Partnership.