»43. Freiburg Infrared Colloquium« – mehr als 130 Infrarot-Experten zu Besuch in Freiburg

Infrarot-Detektoren bieten interessante Möglichkeiten für Meteorologie, Astronomie und die Erdbeobachtung. Prof. Hargrave von der Universität Cardiff präsentierte den Stand der Forschung und aktuelle Projektziele der Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
© Foto Fraunhofer IAF

Infrarot-Detektoren bieten interessante Möglichkeiten für Meteorologie, Astronomie und die Erdbeobachtung. Prof. Hargrave von der Universität Cardiff präsentierte den Stand der Forschung und aktuelle Projektziele der Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Prof. Gardner vom Manchester Institute of Biotechnology präsentierte in seinem Vortrag Einsatzmöglichkeiten der Infrarot-Spektroskopie beim Screening von Biopsie-Proben bei Verdacht auf Prostata-Krebs.
© Foto Fraunhofer IAF

Prof. Gardner vom Manchester Institute of Biotechnology präsentierte in seinem Vortrag Einsatzmöglichkeiten der Infrarot-Spektroskopie beim Screening von Biopsie-Proben bei Verdacht auf Prostata-Krebs.

Dr. Rutz stellte die am Fraunhofer IAF entwickelten Detektoren für den kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) vor: Mit ihrem Einsatz in Nachtsichtgeräten verfolgen die Wissenschaftler das Ziel, innerhalb Deutschlands eine verlässliche Versorgungsquelle für hochwertige Nachtsichtgeräte aufzubauen.
© Foto Fraunhofer IAF

Dr. Rutz stellte die am Fraunhofer IAF entwickelten Detektoren für den kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) vor: Mit ihrem Einsatz in Nachtsichtgeräten verfolgen die Wissenschaftler das Ziel, innerhalb Deutschlands eine verlässliche Versorgungsquelle für hochwertige Nachtsichtgeräte aufzubauen.

Im Rahmen des »43. Freiburg Infrared Colloquiums« wurden vom 14. – 15. März 2017 am Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF wegweisende Neuentwicklungen der Infrarot-Technologie präsentiert. Mit einer Rekordzahl von über 130 Teilnehmern, einem umfassenden Vortragsprogramm und engagierten Diskussionen ist es der Konferenz gelungen, internationale Akteure aus den verschiedensten Wirtschafts- und Wissenschaftszweigen zusammenzubringen und somit die Zusammenarbeit im Bereich der Infrarot-Technologie sowie die Weiterentwicklung ihrer verschiedenen Anwendungen voranzutreiben. Das Fraunhofer IAF bedankt sich für den Wissens- und Erfahrungsaustausch und lädt bereits jetzt zum 44. Infrared Colloquium am 19. und 20. März 2019 ein – Save the Date!

Mit mehr als 40 Vorträgen deckte das Programm des zweitägigen Workshops ein breites Themenspektrum ab: Renommierte Gastvortragende aus Europa, Israel, USA und Australien präsentierten ihre aktuellsten Forschungsergebnisse, neue Entwicklungen beim Herstellungsprozess von Bauteilen sowie Einsatzmöglichkeiten in den verschiedensten Industriezweigen. Neben den traditionellen Anwendungen in den Bereichen wie Schutz, Sicherheit und Raumfahrt wurden auch weitere wichtige Anwendungsfelder der Infrarot-Detektoren und -Laser thematisiert: Der Einsatz der Infrarot-Technologie reicht inzwischen von medizinischer Diagnostik, Gasanalyse und Spektroskopie bis hin zur Materialverarbeitung und Klimaforschung.

Durch den Anwendungsbezug der Vorträge wurde besonders deutlich, dass jeder Entwicklungsschritt in der Forschung die Möglichkeiten beim Einsatz der Technologien erweitert. So wurde von den Vortragenden immer wieder der Bogen geschlagen von den neuesten Fortschritten der Laser- oder Detektortechnologie hin zu den konkreten Verbesserungen ihrer Anwendungsmöglichkeiten. Prof. Mäntele von der Goethe-Universität Frankfurt zeigte, welche Fortschritte bei der Bestimmung des Blutzuckergehalts durch die Weiterentwicklung der Lasertechnologie in den letzten Jahren möglich sind. Den Einsatz von Infrarot-Technologien in der Verbesserung der Quantenkommunikation präsentierte Dr. Itzler von Princeton Lightwave in den USA. Er stellte vor, wie der Halbleiter Indiumgalliumarsenid (InGaAs) für eine abhörsichere Kommunikation eingesetzt werden kann. Wie die Weiterentwicklung im Bereich der Detektoren einen immer tieferen Blick ins Weltall und somit neue interessante Möglichkeiten für Meteorologie, Astronomie und die Erdbeobachtung ermöglicht, präsentierte Prof. Hargrave von der Universität Cardiff anhand einer Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Neben diesen und weiteren Vorträgen aus den unterschiedlichsten Forschungs- und Anwendungsbereichen bot das »Freiburg Infrared Colloquium« ein einmaliges Forum zur Diskussion. Das nächste »Freiburg Infrared Colloquium« findet vom 19. – 20. März 2019 statt. Save the date!