»Wir erfahren stets die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an vielen Stellen eine gute Nase dafür haben, was für das IAF richtig ist«

Die drei neuen Bereichsleiter am Fraunhofer IAF sprechen über die Veränderungen und Ihre Ziele für die kommenden Jahre

Was sind neben der Leitung Ihrer Gruppen und Abteilungen Ihre Funktionen als Bereichsleiter?

Dr. Jutta Kühn übernimmt die Bereichsleitung für die Abteilungen.
© Fraunhofer IAF

Dr. Jutta Kühn übernimmt die Bereichsleitung für die Abteilungen.

Kühn: Ich arbeite eng mit allen Abteilungen des Instituts zusammen und kümmere mich um die Vernetzung und die Zusammenarbeit am IAF. Dabei übernehme ich eine beratende Rolle und sorge auch für die Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Kernkompetenzen. Bei dem Umfang der anstehen Projekte ist die interne Organisation wichtiger denn je, denn nur gemeinsam können wir die anstehenden Veränderungen bewältigen.

Quay: Bei mir geht es aktuell vor allem um inhaltliche Weiterentwicklungen. Neben dem laufenden Geschäft der stetig wachsenden Halbleiterindustrie gilt es vor allem, die für viele noch wenig greifbare scheinende Vision der Quantentechnologie real werden zu lassen und die von uns entwickelten Konzepte umzusetzen. Darüber hinaus wollen wir auch unsere Produktionsstrukturen und neue Kooperationsmodelle im Rahmen der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland weiterentwickeln, um in Zukunft noch leistungsfähiger zu werden.

Dr. Rüdiger Quay, Bereichsleiter für die Geschäftsfelder.
© Fraunhofer IAF

Dr. Rüdiger Quay, Bereichsleiter für die Geschäftsfelder.

Dr. Martin Walther ist Bereichsleiter für die Forschungsinfrastruktur.
© Fraunhofer IAF

Dr. Martin Walther ist Bereichsleiter für die Forschungsinfrastruktur.

Walther: Ich bin zuständig für die Weiterentwicklung der Gebäude- und Forschungsinfrastruktur am IAF, darunter fallen eine ganze Reihe von Aufgaben. Ich kümmere mich um die strategische Investitionsplanung für den wissenschaftlichen und technischen Bereich. Ein weiteres Thema ist die Weiterentwicklung der Forschungs- und Gebäudeinfrastruktur in Abstimmung mit den strategischen Zielen der Institutsleitung sowie die Planung und Koordination der BMVg-Forschungsthemen. 

Was sind dieses Jahr die wichtigsten Veränderungen am IAF?
 

Kühn: Die wohl größte strukturelle Veränderung ist die Zusammenlegung der beiden Abteilungen »Epitaxie« und »Neue Materialien«. Durch ihre Fusionierung werden die Kompetenzen beider Bereiche gebündelt, damit diese in Zukunft gemeinsam ausgebaut und gestärkt werden können. Gerade das wachsende Forschungsfeld der Diamantbauelemente profitiert von der Synergie, da die Materialforschung, die auf Epitaxie beruht, weiter vorangetrieben wird. Das schafft die Grundlage, um innovative und zukunftsfähige Bauelemente und Schaltungen auf Diamantbasis zu entwickeln.

Quay: Parallel zu den strukturellen Veränderungen gibt es auch viele inhaltliche Neuerungen. Wir erschließen neue Themen, haben größere und neue Arten von Projekten begonnen und schaffen parallel dazu die benötigten Strukturen. Zum Beispiel konnten wir ein Leitprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft im Bereich der Quantenmagnetometrie gewinnen. Wir nehmen seit etwa drei Jahren mit steigender Frequenz an Großprojekten teil und koordinieren diese zum Teil auch selbst. Zusätzlich verändert sich auch unser Außenraum, der diese großen Projekte an vielen Stellen fordert. Es gelingt uns, große Projekte konkret an das IAF zu holen. Dieses Angebot haben wir bislang im laufenden Betrieb erweitert, es ist aber klug, dafür auch geeignete Strukturen zu schaffen. Daraus werden sich zukünftig viele neue Möglichkeiten für das Fraunhofer IAF ergeben. 

Im Interview sprechen Dr. Jutta Kühn, Dr. Rüdiger Quay und Dr. Martin Walther von den Veränderungen des Instituts und ihren Aufgaben als Bereichsleiterin für die Abteilungen, Geschäftsfelder und die Forschungsinfrastruktur.
© Fraunhofer IAF

Im Interview sprechen Dr. Jutta Kühn, Dr. Rüdiger Quay und Dr. Martin Walther von den Veränderungen des Instituts und ihren Aufgaben als Bereichsleiterin für die Abteilungen, Geschäftsfelder und die Forschungsinfrastruktur.

Welche konkreten Ziele haben Sie für das kommende Jahr?
 

Walther: Die Fertigstellung und die Inbetriebnahme unseres neuen Laborgebäudes und der MOCVD-Halle ist in den nächsten beiden Jahren ein wichtiges Ziel. Wir wollen das ohne nennenswerte Unterbrechung des laufenden Betriebs und während laufender Projektarbeiten schaffen. Der Umzug ist im Hinblick auf die Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland und weitere geplante Großprojekte notwendig. Wir wollen unsere Infrastruktur an die Anforderungen der Zukunft anpassen, neue strategischen Themen und neue Geschäftsfeldsmodelle des Instituts angehen und uns fit machen für Kooperationen mit Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft und externen Partnern.

Kühn: Um dem eben genannten Wachstum gerecht zu werden und um die neuen Projekte bearbeiten zu können, brauchen wir jetzt und auch in Zukunft deutlich mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den letzten Jahren ist die Mitarbeiterzahl eher konstant geblieben. Um den anstehenden Bedarf des Personalwachstums zu decken, möchten wir daher auch neue Wege der Personalrekrutierung beschreiten.

Was ist, bei all den internen Neuerungen, Ihr persönliches Highlight 2018?
 

Walther: Ich freue mich sehr, dass uns die neue Vernetzung der Bereiche und der Bereichsleitung so gut gelungen ist. Wir gehen gemeinsam die neuen Themen am IAF an und jeder trägt mit seiner Expertise zur Zukunftssicherung des Instituts bei. Erfolge erzielen wir immer als Team und durch den Einsatz aller, vor allem auch durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IAF. Wir haben eine tolle Belegschaft, die das IAF nach vorne bringt.

Quay: Was mir positiv auffällt, ist, dass wir uns bei all den Veränderungen einem sehr aufgeschlossenen Institut gegenübersehen. Wir erfahren stets die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an vielen Stellen eine gute Nase dafür haben, was für das IAF richtig ist. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass wir auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam meistern werden.
Ein weiteres Highlight ist Fortsetzung der Internationalisierung des IAF. Wir konnten uns z.B. in diesem Jahr dem US-Markt trotz regulativer Hürden nähern und arbeiten nun neben der ESA auch mit der NASA zusammen. Mit diesem Auftreten gelingen konkrete Schritte zur Umsetzung eines breiteren Auftretens der Fraunhofer-Gesellschaft in neuen internationalen Märkten.

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Zum 1. Oktober 2018 wurden die Bereichsleiterstrukturen am IAF erweitert. Es sind nun drei Bereichsleiter im Amt: Dr. Jutta Kühn, Bereichsleiterin für die Abteilungen, Dr. Rüdiger Quay, Bereichsleiter für die Geschäftsfelder, sowie Dr. Martin Walther, Bereichsleiter für die Forschungsinfrastruktur.

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