Staatssekretärin Karin Schütz empfängt das Fraunhofer IAF als »Ausgezeichneten Ort 2018«

Ein winziger Quantensensor aus Diamant – Mit dieser Innovation wurde das Fraunhofer IAF im Juni 2018 in der Kategorie »Wissen schafft Gesundheit« zu einem von 100 »Ausgezeichneten Orten im Land der Ideen« gewählt. Der jährlich vergebene Preis zeichnet Inspiration, Offenheit und mutiges Handeln aus und prämiert innovative Antworten auf gesellschaftliche Fragen. Nun empfing Staatssekretärin Karin Schütz die Preisträger aus Baden-Württemberg im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Stuttgart.

 

Das Fraunhofer IAF gehört zu den zwölf innovativen Preisträgern des Wettbewerbs »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« 2018 aus Baden-Württemberg. Anlässlich eines Empfangs im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau begrüßte Staatssekretärin Katrin Schütz am 12.11.2018 die zwölf Preisträger und sprach ihnen für das beispielhafte Engagement und die vorbildlichen Leistungen ihre Glückwünsche aus: »Wir sind sehr stolz, dass zwölf 'Orte' in Baden-Württemberg als Gewinner des Wettbewerbs hervorgehen und gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern recht herzlich. Das zeigt uns, wie stark sich die Menschen im Land für ihre Ideen engagieren und diese auch in die Tat umsetzen wollen. Baden-Württemberg braucht diesen Willen und innovative Ideen, die neue Technologien und den Menschen verbinden, neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen. Nur so bleiben wir ein starker und zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort.«

 

Von der winzigen Welt der Quanten zur alltäglichen Anwendung

Mit seinem »Quantensensor« verbindet das Fraunhofer IAF die unsichtbare Welt kleinster Teilchen mit Anwendungen aus unserem Alltag. Er kann in vielen Bereichen eingesetzt werden, unter anderem in der Medizin. Mit seiner Hilfe wird es beispielsweise möglich, Gehirnströme bei Raumtemperatur in hoher Auflösung zu messen. Ein künstlicher Diamant bildet dabei die Basis der Innovation: Dessen Spitze wird durch das Einsetzen eines Elektrons in einer so genannten »Stickstoff-Fehlstelle« zu einem winzigen Magneten, der auf kleinste Ladungen in seiner Umgebung reagiert. Die Empfindlichkeit des nanometergroßen Sensors macht ihn zu einem einzigartigen Messinstrument, dessen Wirkung keineswegs auf den medizinischen Bereich beschränkt ist. Immer kleiner werdende elektronische Bauteile verlangen nach ebenso kleinen Prüfgeräten. Speziell für das Messen von elektronischen Schaltungen ist der Winzling hervorragend geeignet. So können mit dem Quantensensor beispielsweise kleinste Magnetfelder in Festplatten aufgespürt und geprüft werden. Auch die Charakterisierung nanoelektronischer Schaltungen wird mit dem Sensor in einer nie dagewesenen Ortsauflösung möglich.

Dr. Anne-Julie Maurer nahm für das Fraunhofer IAF am Empfang teil.
© Deutschland – Land der Ideen/Wolfram Scheible

Dr. Anne-Julie Maurer nahm für das Fraunhofer IAF am Empfang teil.

Staatssekretärin Karin Schütz freute sich über 12 ausgezeichnete Orte in Baden-Württemberg.
© Deutschland – Land der Ideen/Wolfram Scheible

Staatssekretärin Karin Schütz freute sich über 12 ausgezeichnete Orte in Baden-Württemberg.

Ute Weiland, Geschäftsführerein Deutschland – Land der Ideen, lobte den Erfindergeist in Baden-Württemberg
© Deutschland – Land der Ideen/Wolfram Scheible

Ute Weiland, Geschäftsführerein Deutschland – Land der Ideen, lobte den Erfindergeist in Baden-Württemberg

Andreas Torner, Sprecher der Geschäftsleitung Region Südwest der Deutschen Bank
© Deutschland – Land der Ideen/Wolfram Scheible

Andreas Torner, Sprecher der Geschäftsleitung Region Südwest der Deutschen Bank

Am 6. Juni wurden die 100 Orte in Berlin ausgezeichnet.
© Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert

Am 6. Juni wurden die 100 Orte in Berlin ausgezeichnet.

Mit dem Projekt »Winziger Quantensensor für neue Messverfahren« konnte das Fraunhofer IAF überzeugen.
© Deutschland – Land der Ideen/Bernd Brundert

Mit dem Projekt »Winziger Quantensensor für neue Messverfahren« konnte das Fraunhofer IAF überzeugen.

Über den Preis

»Deutschland – Land der Ideen« ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Gemeinsam mit der Deutschen Bank als Partner und Nationaler Förderer des Wettbewerbs »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« richten sie den Wettbewerb seit 13 Jahren aus. Das Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In- und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken. Bewertet wurden die eingereichten Projekte nach ihrer Zukunftsorientierung, der gezeigten Innovationsstärke und ihrer Vorbildwirkung.

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Weiterführende Informationen

Video

Um mit Diamantsensoren Magnetfelder zu identifizieren, wird in einer winzigen Diamantspitze ein Stickstoffatom eingebracht. Über die Elektronen des entstehenden Stickstoff-Vakanz-Zentrums können mit der ESR-Spektroskopie selbst kleinste magnetische Felder bei Raumtemperatur detektiert werden.