Radar für Sensorik und Materialprüfung

Im Frequenzbereich von 75 –110 GHz (W-Band) können kleine Objekte mittels Radar aus der Distanz – auch bei stark eingeschränkter Sicht – detektiert werden. Aufgrund von Kosten und Größe der Bauteile wurden Radarsysteme bislang nur bedingt eingesetzt. Eine Forschergruppe hat nun ein kompaktes, kostengünstiges und modular aufgebautes W-Band-Radar entwickelt, das vielfältig und flexibel verwendet werden kann.

Das Radarmodul des Fraunhofer IAF basiert auf Indium-Gallium-Arsenid-Halbleitertechnik und kann durch seine monolithisch integrierte Bauweise, bei der verschiedene Komponenten und Funktionen auf nur einem Chip integriert werden, extrem leicht und kompakt gefertigt werden.
© Fraunhofer IAF
Das W-Band-Radar-Modul ist lediglich 78 x 42 x 28 mm 3 groß.

Eigenschaften

  • Sehr hohe Reichweite und Genauigkeit
  • Phasenregelschleife (PLL) zur Chirp-Erzeugung mit Frequenzvervielfachung
  • GaAs-basierte integrierte Schaltkreise auf kostengünstigen Polymer-Substraten
  • Breitbandige Antenne mit dielektrischer Linse
  • Integrierte Signal-Prozessierung und Objektauswertung
Auch bei Nebel können Containerhäfen mit dem W-Band-Radar zuverlässig überwacht werden.
© soleg - Fotolia.com
Auch bei Nebel können Containerhäfen mit dem W-Band-Radar zuverlässig überwacht werden.

Anwendungen

  • Industriesensorik: präzise Abstandsmessung trotz Sichtbehinderung
  • Logistik: Überwachung von Containerhäfenƒƒ
  • Medizintechnik: intelligente medizinische Geräte
  • Flugsicherheit: Landehilfe für Hubschrauber
  • Verkehr: Bahntechnik

Broschüre: »Broschüre W-Band-Radarmodule für Sensorik, Automatisierung und Sicherheit«