Infrarot-Detektoren für die Warnsensorik

Die am Fraunhofer IAF entwickelten bi-spektralen InAs/GaSb-Übergitterdetektoren können als einzige dieser Bauart Infrarotbilder mit spektralen Informationen aufnehmen, also gleichsam in Farbe sehen. Dadurch können sie heißes CO2 beispielsweise in Abgasfahnen zuverlässig detektieren und von Störsignalen wie Sonnenreflexen unterscheiden – selbst vor bewegtem Hintergrund.

Die Entwicklung von Infrarotkameras, die mit jedem einzelnen der etwa 100.000 Pixel zwei unterschiedliche Wellenlängen simultan messen können, ist ein Alleinstellungsmerkmal des Fraunhofer IAF.

 

Wussten Sie schon...

... dass Infrarot-Detektoren ein quantentechnologisches Bauelement sind?


Mithilfe der Quantentechnologie können also die zu absorbierenden Wellenlängen des Detektors über die Schichtdicken des Übergitters kontrolliert werden. Das Fraunhofer IAF besitzt die Expertise, diese Schichtdicken von 5 bis 10 atomaren Monolagen mit einer Genauigkeit von
10 % einer Monolage zu reproduzieren. Auf diese Weise wird die Realisierung extrem empfindlicher Infrarotkameras möglich.
 
© Fraunhofer IAF

Verbunden mit einem Auslesechip bildet der Detektor einen funktionsfähigen Bildsensor.

Eigenschaften

  • Zeit- und ortsgleiche Detektion von Infrarot-Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge
  • ƒƒZwei getrennte Spektralkanäle (3 – 4 μm und 4 – 5 μm)
  • Nachweis von heißem CO2
  • Unterdrückung von Sonnenreflexen und Störstrahlung
  • Hohe thermische Auflösung
Bi-spektrale Infrarot-Detektoren können Bedrohungen vom Flugzeug aus zuverlässig erkennen.
© Martin Finkbeiner – Fotolia.com

Bi-spektrale Infrarot-Detektoren können Bedrohungen vom Flugzeug aus zuverlässig erkennen.

Anwendungen

  • Warnsensorik zum Schutz von Flugzeugen
  • ƒƒProzessüberwachung
  • Klimaforschung
  • ƒƒUmweltschutz